Licht der Hoffnung: Wenn abends um 19 Uhr die Glocken läuten

Liebe Gemeindeglieder!

 In diesen beängstigenden Tagen sehnen sich viele nach Gemeinschaft und geistlicher Stärkung. Darum entzünden Menschen überall in Deutschland in hunderten von Kirchengemeinden allabendlich ein „Licht der Hoffnung“ und nehmen sich dann ein wenig Zeit für einen Moment der Stille und des Gebets.

Auch die christlichen Gemeinden in Bad Kreuznach werden sich daran beteiligen: Jeden Abend um 19.00 Uhr werden die Kirchenglocken der Kath. Kirchengemeinde Heilig Kreuz, der Ev. Matthäus-Kirchengemeinde und der Ev. Kirchengemeinde Bad Kreuznach läuten. Wer das Geläut hört, hält vielleicht einen Moment inne

- um eine Kerze zu entzünden und ins Fenster zu stellen;
- um sich bewusst zu machen: Ich bin nicht allein. Gott ist bei mir und hält mich;
- um ein stilles Gebet zu sprechen für Menschen, die Ihnen wichtig sind;
- um das Vaterunser zu sprechen;
- um ein Lied zu singen, z.B: „Der Mond ist aufgegangen“

 Im gemeinsamen Entzünden vieler „Lichter der Hoffnung“ können Menschen ein wenig Trost und Ermutigung finden.


Der Mond ist aufgegangen

 1. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.

 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.

 4. Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.

 5. Gott, lass dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
lass uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein.

 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod;
und wenn du uns genommen, lass uns in’ Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.

 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen und lass uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!