
Martinskirche Bad Münster
ein Teil der Ev. Matthäus- Kirchengemeinde




Die alte Martinskirche in der Nahestraße, deren erste sichere Erwähnung auf 1431 datiert werden kann, wurde um 1900 herum für die anwachsende Gemeinde zu klein. So entschloss sich das Presbyterium für einen Neubau in der Berliner Straße.
Die neue Martinskirche wurde nach Plänen von Prof. Otto Kuhlmann aus Berlin-Charlottenburg in stauferzeitlichen Formen als flachgedeckte Wandpfeilerbasilika mit westlichem Fassadenflankenturm errichtet.
1908 wurde die Kirche eingeweiht und der später als Urwaldarzt bekannte Albert Schweitzer spielte dabei die Orgel. Der Innenraum war, anders als heute zu sehen, mit einer der Zeit entsprechenden üppigen Malerei ausgestattet.
Durch schwere Kriegszerstörung, im Sommer 1944 brannte die Kirche aus, später wurde sie bis in die 1950er Jahre in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Auf zwei der Sandsteinsäulen ist durch Brandschaden nur noch wenig ursprüngliche Gestaltung zu erkennen. Die Turmspitze wurde nach dem Brand der Kirche als vereinfachtes angewalmtes Giebeldach gestaltet und in regelmäßigem Geläut erinnern die Glocken der Gießerei Mabillon in Saarburg an Gottedienste, Trauerfälle und Tagesrhythmus.
Die Fenster im Kirchenschiff wurden von E. Klonk gestaltet. Im Seitengang und schlicht wirkend dreifarbig die Symbole Herz, Anker, Brot und Wein. Im Altarraum und in buntem Glas zentral die Geburt Christi und links und rechts davon Jesu Lebensstationen.
Die Martinskirche hat zwei Eingänge und einen Vorraum, den Luthersaal. Sie ist voll unterkellert, bietet somit Platz für Hausmeistertätigkeiten, Pfarrerbüro oder Sprechzimmer, und eine Wohnung. Vor der Kirche sprudelt im Sommer ein Brunnen und Groß und Klein sitzen gerne auf den Bänken des Vorplatzes.
Ruth Voigtländer
Martinskirche innen und aussen




















